Zu den Anfängen der Zunft:

 

Als die Narrenfreunde Heuberg in Kolbingen 1983 ihr Ringtreffen veranstalteten, war beim Umzug eine besondere, kleine aber feine Gruppe dabei, mit der wohl niemand gerechnet hat. Unter dem Motto "Narrenzunft Bubsheim im Dornröschenschlaf" waren Martin, Marianne und Evelyn Stier, Simone Anstein, Richard und Melanie Petrich dabei
Dadurch angeregt, machte man sich in der Gemeinde Gedanken, ob man sich nicht auf die Suche nach einem "Prinzen" machen soll, der das "Dornröschen" wachküsst, dass 1953 von 24 Personen gegründet wurde und 1957 viel zu früh einschlief.

 

Und so geschah es, dass am 1.12.1984 eine Generalversammlung zur Wiedergründung im Sportheim einberufen wurde. Nachdem der Bubsheimer Heimatforscher Michael Häring über die Anfänge der Bubsheimer Fasnet referiert hatte, leitete er die Wahlen zum Ausschuss der neuen Zunft mit folgendem Ergebnis:

1. Vorsitzender : Martin Stier
Narrenvater : Richard Petrich
Kassier : Karl-Josef Sprenger
Schriftführer: Josef Moser
Elferratsmitglieder: Valentin Hirth, Kurt Huber, Andreas Leute, Anton Sprenger sen †, Walter Flad, Engelbert Anstein, Anton Mattes, Martin Gutmann †,
Martin Stier 3, Michael Hippel und Viktor Zimmerer.

Weibliche Vertreter im Ausschuss, die hauptsächlich für Entwurf und Fertigung der ersten Narrenfigur sowie des Elferatshäses zuständig waren, wurden
Amalie Huber, Marianne Hirth, Monika Grimm, Rosi Petrich, Maria Flad und Waltraud Dreher.

 

 

 

Das Gremium beschloss, am Sonntag, den 10.02.1985 in Reichenbach, zum ersten Mal an einem Narrentreffen teilzunehmen . Die Zunft präsentierte sich an diesem Tage im kompletten Elferratshäs sowie mit dem Habermusweible, das allerdings noch keine Maske hatte. Kurze Zeit später beschloss der Ausschuss, eine Maske fürs Habermusweible anfertigen zu lassen.

Das Habermusweible, das der ganzen Zunft ihren Namen und auch den Narrenruf: "Haber -- Mus" gab, soll eine Bauersfrau mittleren Alters darstellen, wie sie etwa vor 50 Jahren auf dem Heuberg lebte
Die Idee zu dieser Figur ist einer alten Sage entnommen, wonach die Frau ihrem Mann das Vesper - Habermus in einer Saubloter - aufs Feld brachte.
Kleid und Schäpple sind an eine alte Bubsheimer Sonntagstracht angelehnt. Das Habermusweible soll die die fürsorgliche Gutmütigkeit der Frauen des Heubergs verkörpern. 

Ein Jahr später schon fiel dann der Entschluss zum Entwurf einer männlichen Fasnetsfigur. Ein Schellennarr sollte es sein, dessen Gewand auf Vorder- und Rückseite mit ortstypischen Motiven bemalt wird. Auch diese Maske wurde vom Wehinger Norbert Hermle entworfen. Der Bürglenarr ist nach dem Bürgle oberhalb der Anhauser Mühle benannt. Diese Burg ist auf dem Larventuch zu sehen. Mühlstein und Mehlsack deuten auf die Anhauser Mühlen hin. Die Figuren auf den Hosen sind ein Burgfräulein sowie der Schauber, ein Fuhrmann, der früher Bubsheim nach Zürich auf den Kornmarkt gefahren ist, um das ihm anvertraute Korn zu verkaufen.
Diese neue Fasnetsfigur wurde zum ersten Mal am 20.02.1987 beim Brauchtumsabend in Böttingen vorgestellt, was eine rege Nachfrage nach sich zog.

Eine erste schwere Bewährungsprobe hatte die Zunft 1988 zu bestehen. Am 05.01.1988 verstarb der damalige erste Vorsitzende Martin Stier. Geschlossen einigte sich die Zunft darauf, alle bevorstehenden Fasnetsveranstaltungen abzusagen. Richard Petrich, Zweiter Vorsitzender, übernahm die Vereinsführung bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung kommissarisch. Petrich wurde dann zum ersten Vorsitzenden gewählt und hatte dieses Amt bis 1996 inne, als er sich dann nicht mehr zur Wahl stellte. Heute ist er Ehrenzunftmeister.
Sein Nachfolger war Thomas Leibinger, welcher die Zunft bis 2010 führte und ob seiner großen Verdienste zum Ehrenzunftmeister   ernannt wurde.   ernannt  ernannt wurde.

Sein Nachfolger wurde Volker StierEr wird derzeit im Gremium von seinem Vize Jürgen Flad, den Schriftführer Frank Stier, dem Kassier Sebastian Hauser, dem Elferrat, zwei Obernarren und zwei Oberweible unterstützt.