Das Vereinsjahr:

 

Aus der "Narrenzunft Bubsheim im Dornröschenschlaf" ist ein Aktivposten im dörflichen Vereinsleben geworden, der schlichtweg nicht mehr wegzudenken ist. 
Die zahreichen Aktivitäten der Zunft, die sich die Brauchtumspflege in der Heuberggemeinde zur Pflicht und Aufgabe gemacht hat, gehören zum Dorfleben dazu.

habermuszunft


Ja die Zeit ist da, s`Weible und dr`Ma`" singen die Habermuser am Schmotzigen Donnerstag in der "Traube" und von da aus wird erst einmal der Bürgermeister abgesetzt, ehe Schüler und Kindergartenkinder befreit werden, denn nun haben die Narren das Sagen. Habermussuppe essen und ein bunter Umzug mit Strohbärtreiben durchs Dorf gehören ebenso zum "Schmotzige", wie das gemütlliche Beisammensein in der Festhalle. Hier unterhält der Narrensamen der Zunft die Gäste meist mit einem Tanzauftritt. 

Am Fasnetsfreitag findet der Bunte Abend der Zunft in der Halle statt. Die Programmchefs lassen sich jedes Jahr vergnügliches Einfallen, damit keiner trockenen Auges nach Hause gehen muss. Das Männerballett und die Tanzgruppe "Seven up" gehören seit Jahren zu den Höhepunkten.  

Am Rosenmontag findet traditionell die Kinderfasnet statt. Nach einem bunten Umzug tragen die Kinder vom Kindergarten und von der Grundschule zum Programm bei, ebenso wie der örtliche Musikverein, der Narrensamen, die Showtanzgruppe und das Männerballett. Abends ist in der Halle wieder der Bär los, wenn die Zunft zum Tanz einlädt. Wer dann noch fit ist, kann sich am Dienstag gleich ins Narrenstüble begeben.  Nachmittags starten  die Bürglenarren und Habermusweible zum Eiersammeln durchs ganze Ort. Denn nach dem Narrenbaum fällen muss beim Kehraus im Narrenstüble noch etwas zu Essen aufgetragen werden

 

Doch die 170 Hästräger (insgesamt hat man über 280 Mitglieder) pflegen nicht nur die Dorffasnet, sie zeigen ihr Häs auch auswärts bei diversen Brauchtumsveranstaltungen oder Umzügen. Höhepunkt hierbei ist übrigens das Ringtreffen der Narrenfreunde Heuberg. 1996 richtete die Zunft dieses Großereignis zur besten Zufriedenheit aller Gäste aus : ein Highlight in der Vereinsgeschichte.

Dieser Erfolg wurde im Jahr 2009 aus Anlass des 25-jährigen Vereinsjubiläums wiederholt. Über 3500 Hästräger säumten am 15. Februar die Straßen Bubsheims. Schon am Freitag und Samstag war das 3000-Mann-Zelt auf Oberholz voll und die Gäste bester Stimmung.

 

weible

 

 

Die Auftritte auswärts werden dazu genutzt, um das Brauchtum der Zunft möglichst vielen Menschen nahe zu bringen. Dies geschieht auch anhand des Weible- und des Narrentanzes, die von Amalie Huber erdacht und einstudiert wurden. Zu den Umzügen begleitet der Bubsheimer Musikverein die Narren und spielt passend dazu den Narrenmarsch der Bubsheimer, der vom Altdirigenten des Musikvereins, Werner Messmer, komponiert wurde.

 

Die Fasnet beginnt zumindest für die Elfferräte schon viel früher: am Dreikönigstag, dem 6.Januar. Dort gehen sie in drei Gruppen , um die Häser der Mitglieder abzustauben und auf Korrektheit zu kontrollieren. Jedem der Hästräger gönnen die Räte einige Minuten. Sie werden im ganzen Dorf gastfreundlich aufgenommen und bestens bewirtet.

 

buerglenarren

 

 

An diesem Tag kehren die Räte immer im Gasthof "Bären" zum Mittag essen ein. 1998 fand sich glücklicherweise auch der Ministerpräsident unseres Landes Baden-Württemberg, Erwin Teufel, mit seiner Familie dort ein. Standesgemäß wurde auch er "abgestaubt" und seit diesem denkwürdigen Tag ist auch Erwin Mitglied der Zunft. 
Nächster Meilenstein auf dem Weg zur Dorffasnet ist kurz darauf das Aufhängen der Narrenbändel im Ort, was meistens mit dem Fällen des Narrenbaums verbunden wird. Auf dem Weg in den Wald, gehen die Narren immer auf den Friedhof, um dort auf dem Grab des ersten Zunftmeisters der Habermuser, Martin Stier, eine Schale zu seinem Gedenken niederzulegen.


Dieser Tag wird traditionell mit einem Saukopfessen im Narrenstüble beschlossen.
Nach der Fasnet tritt die Zunft noch zweimal bemerkenswerter Weise in Erscheinung: beim Stellen des Maibaums und bei der zweitätigen "Hockete", welche die Zunft immer zu Beginn der Urlaubszeit ausrichtet .

Auch der Aufbau des Funkenfeuers und die Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge werden alle 4 Jahre von der Zunft übernommen.